Vom Jenzig zur Kunitzburgruine

03.06.2015, 16:10, Jenzig

Von der Straßenbahnhaltestelle „An der Trebe“ geht es auf in Richtung Jenzig – mal sehen, ob ich den Weg noch finde. Die umgekehrte Richtung bin ich schließlich erst vor ein paar Wochen gelaufen.
Dem grün markierten Pfad laufe ich hinterher, bis ich zu einem Wegweiser komme. Siehe da, der Jenzig ist darauf auch vertreten, allerdings nur der Nordweg. Ich werde aber den Südweg lang gehen, hier weiß ich, dass alle 5m eine Bank zu finden ist. Ich orientiere mich am blau markierten Pfad und komme auch schnell zum Weg bergauf – alle 5m eine Bank … und jede zweite davon ist frisch gestrichen – hmpf! 😉
Es ist sehr warm aber noch ist der Weg etwas schattig. Von unten und der Felswand drückt die Wärme enorm, langsam gehen auch die schattenspendenden Bäume aus. Ich fange schon wie ein Maikäfer an zu pumpen (dabei haben wir doch Juni!).
Ein Aussichtspunkt und ich kann mich endlich ein wenig ausruhen – schließlich müssen ja in aller Ruhe Fotos gemacht werden!
Jenzig Ausblick

Es geht ein ganz schön rauher Wind – sehr erfrischend!
Ganz oben angekommen, sehe ich, dass die Gaststätte nicht geöffnet hat – mittwochs, 16:00 Uhr!!? Schade, vielleicht hätte ich mir ein Eis gegönnt.

Unterwegs treffe ich noch eine Wandergruppe, die sich hungrig und durstig schon auf eine Mahlzeit gefreut hatten – sicherhaltshalber sollte man wohl immer vorher anrufen, ob die Gaststätte auch auf hat. Ich bin jedenfalls mit Wasser und Essen gut versorgt und mache mich nun auf den Weg zur Kunitzburg!

16:45 Uhr, eine Bank auf der Saalehorizontale

IMG_1816Eigentlich wollte ich die Saalehorizontale entlang laufen, aber die führt bergab – das sehe ich gar nicht ein und versuche mein Glück über das Hufeisen, also blau markierter Pfad!

18:30 Uhr, eine Bank mit wunderbarem Ausblick
Königsstuhl
Ich bin mir nicht mehr sicher, ob es wirklich die bessere Idee war, das Hufeisen lang zu wandern – der Weg ist etwas unspektakulär – dennoch sehr erholsam und schön ruhig! Der Weg führt hauptsächlich durch Waldgebiet. Anfangs läuft man auf dem Kamm des Jenzigs, vorbei an den Hängen, von denen die Paragleiter bei geeignetem Wetter starten – hier gibt es auch spektakuläre Ausblicke auf den Fuchsturm und auch in die Innenstadt hinein.

Fuchsturm Jenzig

 

 

 

Durch den Wald dann ist alles schön ruhig. Nur der Wind, der mittlerweile recht frisch daher weht, und das Zwitschern der Vögel ist zu hören.
Apropos Vögel – da starrt mich doch auf einem Zweig eine junge Meise an, ich denke sie will mal eine Kohlmeise werden, wenn sie groß ist. Ich schnappe mir meinen Fotoapparat und versuche so nah wie möglich ein Foto zu schießen. Die kleine Meise fliegt gar nicht weg und ich mache mir Sorgen, ob sie überhaupt flugfähig ist. Nicht dass sie aus dem Nest gefallen ist. Ein letzter Schritt auf sie zu und sie fliegt davon – alles gut!
junge kohlmeise junge Kohlmeise

 

 

 

19:25, Kunitzburgruine

KunitzbrugruineDa ist sie also, die Kunitzburgruine, irgendwie habe ich mir die etwas vollständiger vorgestellt. Von weitem sieht das Ding größer aus. Dennoch ein sehr beeindruckender Anblick und der Blick durch die Fenster ist genial!

Der Weg von der letzten Bank bis hierhin geht wieder durch den Wald, nur diesmal sieht alles irgendwie gefährlicher aus. Streckenweise ist der Wildschutzzaun niedergerissen und der Boden macht den Eindruck als wären Horden von Wildschweinen da lang gelaufen. Hier und da sind Bäume umgestürzt und versperren den Wanderweg und wenn man dann noch ganz allein des Weges läuft und die Bäume anfangen zu ächzen, ist es schon leicht gruselig.
Wanderweg Hufeisen niedergerissener Wildschutzzaun versperrter Wanderweg umgestürzter Baum

 

 

 

 

 

 

Ich genieß jetzt noch ein wenig die Sonne bevor ich mir einen Weg nach Jena zurück suche. Ich hätte nicht gedacht, dass die Kunitzburg doch so weit entfernt ist!
Ausblick Kunitzburgruine Ausblick Kunitzburgruine

 

 

 

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